Stubentiger
Eises Luft weht mir entgegen, klirrend biegt sich unsre Tann, unser Teich liegt noch im Nebel, Raureif ziert den gelben Farn.
Sehnsucht weckt das stille Treiben, Einsamkeit die Seele spürt- weg ist all das bunte Treiben
nur die faden Blätter bleiben ,
Eiskristalle die sie ziert.
Gedanken huschen , Bilder kreisen, längst vergangen weit weit fort.
Alle alle sind gestorben, ew´ger Kreislauf immerfort?
Sammetpfoten, braunrot Fell, die Augen zu, ganz konzentriert und voll verlangen wittert er, die Nase in den Wind gehalten, will alle Wohlgerüche sammeln
nimmt in sich auf des Winters Duft.
Spinnt sich daraus ein Meer von Farben, Formen und Gefühl sogar.
Wird reich beschenkt an diesem morgen, ich seh´s und staun und denke nach..........
Die Augen wach , der Sphinx ganz ähnlich, den Boden den berührt er kaum, so schwebt er fast durch all das Reisig bis hin zum Teich, man glaubt es kaum.
Vollkommen in den Bann gezogen ,wie sieht die Welt für ihn nur aus?
Kurz blickt er hoch und sagt ohne Worte:“ Komm probier´s doch einfach aus!
Mit dem Herzen kannst du sehen besser als mit bloßem Aug ,
las uns auf die Reise gehen, denn ich spür, du kannst das auch.“
Still und ohne was zu sagen lass ich mich auf´s Spielchen ein, geh in die Hock den Kopf zum Himmel die Augen brauch ich nun nicht mehr.
Zieh all die Abenteuer ,die Klänge und Gefühle ein. Die Düfte rauben mir die Sinne meine Seele jubelt rein
Ach Katze du bist mein Juwel, du zeigst mir immer wieder neu, dass ich die Welt mit vielen Augen erfahren kann und immer neu.
Die Traurigkeit wo ist sie hin? Wie kam sie mir nur in den Sinn? Die Welt, die ist so wunderschön, komm lass sie uns noch mal so sehn................
Sylvia van der Bürgt





